LOKAL- SACHLICH - DIALOGORIENTIERT

Herzlich Willkommen!

Wir freuen uns über Ihr Interesse! Hier informieren wir über unsere Arbeit, über laufende politische Diskussionen, über Beschlüsse, Hintergründe und allgemein Wissenswertes. Sie fragen – wir antworten - wir helfen. Wir sind Freie Wähler, keine Partei, sondern ein Zusammenschluss von Bürgerinnen und Bürgern, die an kommunalpolitischer Mitgestaltung interessiert sind und sich für die Stärkung der direkten Demokratie einsetzen. Seit der Kommunalwahl 2009 sind wir (leider nur mit zwei Vertretern) im Rat der Stadt für Sie tätig. Mehr dazu...

Krach im Rathaus – Muss das sein?

19.7.2022/ Die Aufregung in der Ampel-Koalition im Sankt Augustiner Rat über zwei Entscheidungen des Bürgermeisters betrachtet die Fraktion Aufbruch! gelassen. Fraktions-Chef Wolfgang Köhler kommentiert: „Warten wir doch in Ruhe ab, was die von der Ampel angekündigte rechtliche Überprüfung der zwei von ihr heftig angegriffenen Entscheidungen des Bürgermeisters erbringt. Vielleicht kommt ja am Ende heraus, dass wer die lauteste Meinung vertritt, manchmal nicht die leiseste Ahnung hat (oder Schiss vor der Qualifikation des Neuen). Aber wir wollen die Vorgänge und ihre Vorgeschichte zunächst einmal ohne Polemik nüchtern betrachten.“

Was ist geschehen? Drama in (vorläufig) drei Akten. Mehr dazu...

Radwege-Ausbau längst nicht zufriedenstellend

Bild:Fotolia

4.7.2022/„Es muss einmal klar ausgesprochen werden: Der Zustand und die Ausbau-Art der Radwege in Sankt Augustin ist weit davon entfernt, zufriedenstellend zu sein", zieht Wolfgang Köhler für die Fraktion Aufbruch! eine Zwischenbilanz. Zwar seien die durch Wurzeln von Straßenbäumen aufgeworfenen, durch Frost oder andere Einwirkungen beschädigten Fahrbahndecken an einer Reihe von Stellen durch eine neu aufgetragene Fahrbahndecke wieder in richtig guten Zustand gebracht worden

(Beispiel: Pleistalstraße). Aber dennoch fehlen solche Herrichtungen noch mancherorts, und es mangelt noch an Grundsätzlichem. Das Geringste beim Grundsätzlichen sind die Rinnsteine, die im Kreuzungsbereich überfahren werden müssen. Zwar sind deren Kanten abgerundet und nur 5 bis 6 Zentimeter hoch, aber diese Höhe reicht aus, um die Radler kräftig durchzuschütten und im ungünstigsten Fall die Felgen zu verbeulen. Das weit schlimmere, weil viel gefährlichere Übel ist jedoch die Tatsache, dass es entlang wichtiger Verbindungsstraßen (L 143, L 333, ...) nur einseitig angelegte Radwege gibt. Dadurch ergibt sich immer wieder ein Kollisionspotenzial: Autofahrer, die aus z. B. einer Tankstellen-Ausfahrt kommend nach rechts auf eine Straße einbiegen, halten den von links kommenden Verkehr im Auge, nicht jedoch die Radler, die auf dem nur einseitig geführten Radweg von rechts kommen.

Die einseitige Radwegeführung führt auch in Kreuzungsbereichen für Radler zu zeitraubenden Fahrmanövern, weil sie beim Abbiegen meistens zwei Ampelphasen abwarten müssen. Köhler: "Da gilt es noch viel Verbesserungspotenzial zu aktivieren und damit das Radfahren attraktiver und ungefährlicher zu machen. Leider ist über weite Strecken kein Raum für einen eigenen Radweg auf der anderen Straßenseite. In solchen Fällen bleibt keine andere Lösung, als für Radler einen Schutzstreifen oder einen Radfahrstreifen auf der Fahrbahn zu markieren und damit den Autos ihren Raum zu verengen. Daran werden wir uns alle gewöhnen müssen."

 

Absenkung der Wassertemperatur im Freibad

30.6.2022/ Auch in Sankt Augustin muss Energie gespart werden. Wie die Stadt mitteilt, wurde die Wassertemperatur im Freibad um ein Grad auf 21 Grad gesenkt. Damit reagiert man auf das Ausrufen der zweiten Stufe des Notfallplanes Gas. Die Sportbecken, Nichtschwimmerbecken und Sprungbecken des Freibades werden nun auf 21 Grad erwärmt. Zusätzlich werden die beiden Hallenbäder seit Beginn der Sommerferien im Stand-By-Betrieb gefahren bzw. für Wartung und Reparaturen temporär entleert, so dass auch hier Gas in erheblichem Umfang eingespart werden kann. Inwieweit mit Öffnung der Bäder für Schul- und Vereinssport nach den Ferien auch in den Hallenbäder die Wassertemperatur gesenkt wird, wird später entschieden. Die Warmwassertage wurden bereits im Frühjahr gestrichen.

Neue Tierart im Pleisbachtal durch überflutetes Weideland

20.4.2022/ An der Kreuzung Baumschulweg / Am Mühlengraben steht eine ausgedehnte Wasserlache, die aus den überfluteten benachbarten Weiden gespeist wird. Seit Neuestem ist sie Heimat ungewöhnlicher „Gäste“ geworden, Nutrias, Nagetiere, die zu den Stachelratten gehören und ursprünglich aus Südamerika stammen. Die Weiden waren schon immer in Zeiten ausgiebiger Regenfälle zeitweilige Standorte von flachen Gewässern - immer gern von einem jährlich wiederkehrenden Paar Nilgänse angenommen. In diesem Jahr haben sich diese Gewässer außergewöhnlich lange gehalten, zum Ärger von Spaziergängern, Joggern, Radfahrern, die sich am Fortkommen gehindert fühlen. Die Flächen in drei der vier Quadranten der Kreuzung sind mittlerweile Heimat von Fröschen, Teichhühnern, Blässhühnern, Enten und ganz neu Nutrias geworden. Vielleicht lohnt für manche Passanten doch die Überlegung, statt über das Wasserhindernis zu schimpfen lieber zu verweilen und einen Blick auf die Tier- und Pflanzenwelt zu werfen.

Linie 66 = Hindernis für Feuerwehr

13.4.2022/ So froh wir sind, dass es die Stadtbahn-Linie 66 (Siegburg - Bonn - Bad Honnef) gibt, weil sie viel Verkehr von den Straßen fernhält; und so froh wir sein können, dass sie demnächst im Fünf-Minuten-Takt fahren wird und ein noch besseres "Öffi"-Angebot (öffentliche Verkehrsmittel) macht, so sehr wirft sie an anderer Stelle Probleme auf. Denn "Die 66" zerteilt das Stadtgebiet in einen Ost-Teil und einen West-Teil. Nicht schlimm? Doch, ist schlimm, weil täglich auch viele Menschen diese Grenze passieren müssen. Und je öfter die 66 fährt, desto häufiger sind die Bahnschranken geschlossen. Dabei tritt der schlimmste Fall eigentlich nur ein, wenn es um Leben und Tod geht, also um Rettungsfahrten für akut Erkrankte oder Schwerverletzte UND im Fall von Bränden. In weniger als 10 Minuten muss die Feuerwehr mit einer Kernmannschaft am Einsatzort sein - und dann sind die Schranken geschlossen. "Hah!", werden Ortskundige sagen, "wir haben doch extra wegen Huma eine West-Ost-Unterführung gebaut. Dann fahren die Rettungsfahrzeuge und die Feuerwehr da durch." Für die Feuerwehr gilt aber in bestimmten Fällen, dass sie eine Drehleiter zum Einsatz bringen müssen. Und passt diese durch die Unterführung? Und wenn sie passen sollte, gäbe es westlich der 66 noch immer keine Verbindung von z.B. Menden nach Hangelar. Folge: wir brauchen eine Drehleiter westlich der 66 und eine Drehleiter östlich der 66. Deshalb wird zur Zeit eine "feuerwehrtechnische Zentrale" westlich der 66 projektiert. Dann ist die 66 auch mit dem Fünf-Minuten-Takt zumindest für die Feuerwehr nicht mehr das große Problem.

Mobilitätskonzept nimmt Fahrt auf

7.4.2022/Das Job-Ticket für die Beschäftigten der Stadtverwaltung kommt. Hurra! Zwar waren fast zwei Jahrzehnte Anlauf nötig, und viele bürokratische Hürden zu nehmen, aber gerade deshalb können wir jetzt das "Hurra!" ausrufen. "Das Job-Ticket ist so ein fantastisches Angebot, das einen schon sehr verunsichern kann, dass nur etwa ein Viertel der Beschäftigten darauf zugreift", kommentiert Wolfgang Köhler. "Immerhin ist der Anteil der am Job-Ticket überhaupt Interessierten seit Beginn dieses Jahrhunderts auf das Doppelte gestiegen. Aber es waren immer zu wenige Interessent_innen, um nach den damaligen Bedingungen das Interesse wachsen zu lassen. Und vielleicht steigt das Interesse noch einmal, wenn auf lange Sicht an der Zapfsäule die Preise für Treibstoff hoch bleiben." Zusätzlich könnte Bewegung in die "Mobilitätswende" kommen, mutmaßt Köhler, wenn nicht nur das 90-Tage-Ticket für neun Euro kommt, sondern der Empfehlung der Verkehrsminister-Konferenz folgend ein ÖPNV-Nulltarif eingeführt wird - obwohl dann die Erwerber_innen des Job-Tickets wiederum benachteiligt wären. Es sei denn es gäbe für sie eine entsprechende Gutschrift. - Allerdings hat die Mobilitätswende ja doch auch andere positive Aspekte: Da gibt es die E-Leihroller und die RSVG-Leihfahrräder und nach und nach die zugehörigen Mobilpunkte; Mobilitätsstationen, wo Pendler_innen ihre Fahrräder vor Vandalismus sicher parken können; Car-Sharing Angebote und natürlich zunehmend (wenn auch noch immer zu wenige) E-Auto-Ladepunkte. Wenn auch jetzt die Verkehrsminister-Konferenz feststellt, dass der ÖPNV einen Ausbau und eine Modernisierung nicht nur verdient, sondern dringend braucht, kann die derzeit zu beobachtende Entwicklung schon hoffnungsvoll stimmen. Allerdings gehört neben der Förderung der "Öffies" (öffentliche Verkehrsmittel) noch viel mehr zur Verkehrs- bzw. Mobilitätswende. Dazu gehört die konsequente Förderung des nicht-motorisierten Verkehrs - Städte in anderen europäischen Ländern machen uns das vor, also der Ausbau eines großzügig angelegten Radwegenetzes. Und dann muss man sich auch einmal ehrlich machen und feststellen, dass die Förderung des nicht-motorisierten Verkehrs eine unangenehme Kehrseite hat: die Benachteiligung des motorisierten Verkehrs.

Offenheit für neues Schulkonzept: FreiRaum Schule

5.4.2022/ In der Sitzung des Ausschusses für Schule, Bildung und Weiterbildung am 30.03.2022 stand das Projekt der Gründungsinitiative FreiRaum Schule zur Diskussion. Erneut, denn die GründerInnen hatten sich und ihr Schul-Konzept in der vorangegangenen Sitzung des Ausschusses schon ausführlich vorgestellt. Nun stand zur Diskussion, ob der Ausschuss eine grundsätzliche Offenheit gegenüber diesem neuen Konzept aufbringen könnte. Die Frage auch, ob und in welcher Form die Verwaltung in die Umsetzung des Projektes einzubinden sei.

 

Die CDU hatte die Befassung im Ausschuss beantragt und sich darin auf konkrete Unterstützung des Vorhabens festgelegt. Die Ampel-Koalition wollte sich nicht so konkret festlegen und lieber nur „offen sein“ für das Projekt und deshalb mit einem last-minute Antrag dagegengehalten. Dieser signalisierte durch einige relativierende Formulierungen („im Rahmen der personellen Möglichkeiten und unter Berücksichtigung der Prioritäten in den verschiedenen Handlungsfeldern“) nur ein Mindestmaß an Unterstützung für das Projekt FreiRaum Schule. Ein quasi in der letzten Sekunde von der Fraktion Aufbruch! angedachter vermittelnder Antrag kam nicht mehr zum Vortrag, weil nach einem kurzen interfraktionellen Austausch sich alle Fraktionen  auf ihre grundsätzliche Offenheit für das alternative Bildungskonzept besinnen konnten. Dieser Einhelligkeit fiel allerdings leider ein großes Stück der ursprünglich erwünschten Konkretheit zum Opfer.

 

Der Aufbruch! sieht in der Initiative der FreiRaum Schule eine gute und attraktive Erweiterung der Sankt Augustiner Schullandschaft und begrüßt ausdrücklich die Bemühungen von Frau Sabrina Happich und ihren Mitstreitenden. Sabine Schmidt hierzu: „Es ist gut, dass alle Fraktionen sich für dieses Projekt ausgesprochen haben und die Initiative nun eine Grundlage hat, auf der sie ihre Bemühungen intensivieren und abschließen kann. Hoffen wir nur, dass nicht zu viele personelle Engpässe und anderweitige Priorisierungen die Unterstützung aus der Verwaltung unmöglich machen…“

Danke!

Offener Brief an die Stadtverwaltung

Sehr geehrte Mitarbeitende der Stadtverwaltung Sankt Augustin,

 

wir, der Verein Aufbruch! und die Fraktion Aufbruch! Sankt Augustin, wenden uns heute mit diesem offenen Brief an Sie.

Schon im Jahr 2015 haben Sie unter großer Kraftanstrengung dafür Sorge getragen, dass die zu uns geflüchteten Menschen untergebracht und versorgt werden konnten. Unterkünfte wurden bereitgestellt, medizinische Hilfe organisiert, Sprachkurse und sonstige integrative Maßnahmen auf die Beine gestellt. Zusammen mit ungezählten ehrenamtlich Engagierten ist es Ihnen gelungen, innerhalb kurzer Zeit vielen Menschen das Gefühl zu geben, erst einmal angekommen zu sein und durchatmen zu können.

Im Jahr 2020 dann die nächste Herausforderung: Corona.In wenigen Wochen spitzte sich die Lage dramatisch zu. Schulen und Kitas wurden geschlossen, das öffentliche Leben vollständig herunter gefahren. Und wieder gab es viel zu stemmen: wie schützt man die Mitarbeitenden und ihre Familien vor einer Infektion? Wie hält man gleichzeitig den notwendigen Betrieb aufrecht? Und dann plötzlich auch noch ein Hotspot mitten in der Stadt! Wie damit umgehen?

Test- und Impfzentren installieren, Impfstoff beschaffen, Regelungen ständig überprüfen und anpassen, Einhaltung der sich ändernden Corona-Schutzverordnung kontrollieren, Lüftungsmöglichkeiten in öffentlichen Gebäuden checken, Lüftungsgeräte besorgen…

 

Und nun, wo die Pandemie noch einmal richtig Fahrt aufgenommen hat, herrscht auch noch Krieg mitten in Europa. Wieder erreichen uns hunderte Flüchtende, die untergebracht und versorgt werden müssen. Dieses Mal unter der besonderen Herausforderung, dass es auch in Ihren Reihen, den Reihen der Mitarbeitenden der Verwaltung, Ausfälle wegen Krankheit und/oder Quarantäne gibt, Ausfälle, die kompensiert werden müssen. Neubesetzungen von frei gewordenen Stellen können mangels Bewerbern nicht erfolgen und für einige Dezernate gab es für erforderliche Stellen keine Mehrheit in der Politik. Ergebnis: Weniger Schultern, dafür mehr Arbeit.

Und dann fassen wir Politiker auch noch neue Beschlüsse, die wir am liebsten umgehend bearbeitet sehen möchten.

Deshalb ist es uns ein Herzensanliegen, mit der Veröffentlichung dieses Briefes unseren großen Respekt vor den Kraftanstrengungen zu bekunden, die Sie gerade vollbringen.

Uns ist sehr bewusst, dass manche Dinge jetzt gerade keine Priorität haben (können), dass der eine oder andere Vorgang jetzt etwas länger dauern kann und dauern wird.

 

Danke sagen wir auf diesem Wege.

  • den Damen und Herren der Sicherheitsdienste, die für die Sicherheit und die Einhaltung der Corona-Schutzmaßnahmen in den städtischen Einrichtungen sorgen;
  • den Damen und Herren der Gebäudereinigung, die in diesen Tagen einen besonders wichtigen Hygiene-Beitrag leisten;
  • den SachbearbeiterInnen, die vor Ort oder im Homeoffice das Tagesgeschäft am Laufen halten und abwesende KollegInnen vertreten.
  • Dem Bürgermeister, den Leitungen der Fachbereiche und Fachdienste, die auch im größten Chaos Überblick und Ruhe behalten mussten und weiter müssen.

Jedem Einzelnen von Ihnen

für Ihren Einsatz, Ihre Mühen, Ihr Durchhalten

 

Danke!

Kinderklinik bleibt uns erhalten

22.3.2022/ "Nicht nur uns in Sankt Augustin freut es außerordentlich, dass die Kinderklinik fortbesteht", sagt Sabine Schmidt seitens der Freien Wähler Aufbruch!", sondern es muss und wird auch für den gesamten Rhein-Sieg-Kreis eine große Freude und Erleichterung sein. Aber jetzt muss auch die dauerhafte Sicherung des Fortbestandes das Ziel sein, sonst wird es vielleicht gar nicht lange dauern, bis der Betreiber (ASKLEPIOS-Konzern) erneut einen Antrag auf Abwicklung stellt." Die Kinderklinik hat sich Zeit ihres Bestehens einen über die Grenzen Deutschlands hinaus reichenden Ruf erworben, der leider durch das Gezerre um Schließung oder Erhaltung des Hauses etwas aus dem Fokus gerückt sei. Dazu habe auch die Auszehrung und finale Schließung ihrer langjährigen Domäne, der Kinder-Herzchirurgie, ein Stück weit beigetragen. Umso mehr müssen alle Akteure jetzt konstruktiv zusammenarbeiten, um eine gesunde finanzielle Basis für den dauerhaften Bestand dieses so wichtigen Bausteins in der Gesundheitsversorgung für Kinder und Jugendliche der Region zu schaffen.

Wegfall der Straßenbau-Beiträge  

Hoffentlich keine verfrühte Freude!

16.3.2022/ “Der Wegfall der Straßenbau-Beiträge nun auch in NRW wurde von uns ja bekanntlich schon lange gefordert und deshalb, wenn das jetzt wahr wird, ausdrücklich begrüßt“, sagt der Vorsitzende der Fraktion Aufbruch!, Wolfgang Köhler. “Hoffentlich ist es kein billiger Wahlkampf-Trick der schwarz-gelben Regierung in NRW, um an der Macht zu bleiben. Denn noch ist das nur ein Gesetzgebungsvorhaben, aber lange noch kein Gesetz. Der Fakten-Check ist für uns Wähler erst nach der Wahl möglich.“ Da auch die SPD und die Grünen diese Forderung nach ersatzloser Streichung der Straßenbau-Beiträge schon länger erhoben haben, sei die Wahrscheinlichkeit groß, dass das Versprechen nach der NRW-Wahl entweder von der alten oder einer neuen Mehrheit eingelöst werden muss - wenn es nicht doch gebrochen werden soll. “Hoffen wir das Beste, liebe Leser

!“

Satzung gegen Schottergärten gefordert

15.3.2022/ "Die privaten Vorgärten und zum Teil auch die Gärten in den Wohngebieten Sankt Augustins werden durch Schotter und Pflasterung immer mehr zu Steinwüsten. Man kann sich beinahe fühlen, als ob man im Hochgebirge weit oberhalb der Baumgrenze wäre", urteilt Wolfgang Köhler. "Das hat fatale Folgen für das Stadtklima, das heißer und trockener wird, und Folgen für den Grundwasserspiegel, der nicht hinreichend aufgefüllt wird, weil zu wenig Niederschlag versickern kann." Der Aufbruch! hält diese Garten-Mode mit dem Siegel "pflegeleicht" für verhängnisvoll und will deshalb erreichen, dass mehr gegen diese Entwicklung getan wird als zur Zeit. Derzeit gibt es seitens der Stadt kein Verbot, sondern nur wohlmeinende Ratschläge in Form eines Faltblattes. Zwar können in neuen Bebauungsplänen entsprechende Vorschriften gemacht werden und z.T. sogar in zusammenhängenden Wohnkomplexen in städtebaulichen Verträgen fixiert werden. Aber: Wer kontrolliert die Einhaltung der Vorschriften? Die Grünanlagen werden meist erst fertiggestellt, wenn die Bauabnahme in technischer Hinsicht erfolgt ist. Und was nach der Abnahme als Grünanlage hergestellt wird, wird von niemandem kontrolliert. "Personalmangel", heißt die Antwort der Verwaltung darauf. Dabei müsste es nur so sein, dass die Abnahme der Fertigstellung des Bau-Objektes erst erfolgt, wenn auch die Grünanlage fertig ist. Und die Planung der Grünanlage müsste von vornherein Bestandteil der Baugenehmigung sein. - Personalmangel kann allerdings auch geltend gemacht werden in Bezug auf die Altbaugebiete, wo zunehmend bestehende Hecken gerodet und durch Plastikzäune oder steingefüllte Gabionen ersetzt werden und wo auch das letzte grüne Stückchen Vorgarten mit Folie und Schotter zugedeckt wird. "Wir sind überzeugt", sagt Köhler, "dass wir dem nur beikommen können durch eine Satzung. Diese Satzung muss ein Verbot der Schotterung enthalten und eine Rückbau-Verpflichtung für die schon geschotterten Teile von Gärten. Das ist eine zumutbare Verpflichtung, weil sie dem Allgemeinwohl dient."

Aufbruch nicht zufrieden mit politischem Stil

w. Köhler

7.3.2022/ Defizite bei Fairness und Anstand in der Ratsarbeit und im Umgang der Ratsmehrheit mit der Verwaltung glaubt der Aufbrauch! feststellen zu können. "Es fing schon mit dem 'Überraschungs-Ei' in der konstituierenden Ratssitzung an, als die neue Mehrheit dem bis dato Ersten Beigeordneten, Rainer Gleß, diese Funktion ohne jegliche Vorwarnung entzog und sie dem Dezernenten III, Ali Dogan, übertrug", sagt Wolfgang Köhler. "Das setzte sich damit fort, dass dem Bürgermeister der eigentlich originäre Bereich Zentrale Dienste mit den Fachdiensten Personal und Organisation entzogen und dem Dezernat III zugeschlagen wurde. Dafür wurde der Bürgermeister mit dem Fachbereich Ordnung 'entschädigt'." Köhler verweist auf weitere 'böse Fallen': So ist dem Bürgermeister zwar aufgegeben, mit dem ihm zugeordneten Bereich Information und Kommunikation die Digitalisierung der Verwaltung zu beschleunigen; aber als die dazu im Haushalt der Stadt vorzusehenden drei Stellen für Fachdienstleiter beschlossen werden sollten, sagte die Ampel-Mehrheit NEIN. Ebenso ein Nein für die bessere Entlohnung für eine Stelle in diesem Bereich. Ähnliches erfährt der langjährige Erste Beigeordnete, Rainer Gleß, dem die von ihm als dringend benötigten zusätzlichen Stellen in der Straßenunterhaltung und der Grünpflege um jeweils eine Stelle gekürzt wurden. "Man kann dann trefflich Vorwürfe gegen Gleß und Bürgermeister Leitterstorf auf den Tisch knallen und schnellere Realisierung von Beschlüssen verlangen, wenn man vorher die Hürden, die es zu nehmen gilt, gerade ein bisschen höher eingestellt hat", resümiert Köhler. "Ich sehe das als Intrigenspiel, dessen Spielregeln entsprechend unfair sind. Und halten wir uns nur einmal die letzte Aktion von SPD-Mann Sascha Bäsch vor Augen, in der er dem Bürgermeister den Rücktritt nahelegt, weil dieser in den Verhandlungen mit der BiMA betreffend Grundsanierung Richthofenstraße noch immer keinen Erfolg zu verzeichnen hatte. Da kann man doch nur zu der Bewertung kommen, dass diese Forderung weit überzogen ist und den nötigen Anstand vermissen lässt. Zu dem Spiel gehört auch, dass kürzestfristig zu Sitzungen noch entscheidende oder scheinbar wichtige Ergänzungen oder Änderungen eingereicht werden, für deren Beratung die anderen Fraktionen keine Zeit haben. So geschehen in der Mobilitätsausschuss-Sitzung zum Thema Unterführung Narzissenweg. Unterstützung und Legitimation für solches Vorgehen schien es kürzlich durch eine Expertise des Dezernenten Dogan zu geben, der zur Folge es legitim gewesen wäre, noch 48 Stunden vor der Sitzung völlig neue Tagesordnungspunkte einzubringen. Dem hat allerdings die Landesregierung einen Riegel vorgeschoben, so dass diese Auskunft an die Fraktionen unter dem Ausdruck des Bedauerns zurückgezogen werden musste. Gut so. Demokratie lebt eben ganz wesentlich von fairen Spielregeln und deren Beachtung von allen."

Verfüllung der Unterführung Narzissenweg unvermeidbar

Foto: Schüßler-Plan GmbH

3.3.2022/ Der Beschluss des Mobilitätsausschusses am 02.03.2022 ist einstimmig gefallen: Die Unterführung Narzissenweg wird endgültig geschlossen und verfüllt. "Dieses Ende der sich über Monate hinziehenden Diskussionen war schon nach der Vorlage einer ausführlichen rechtlichen Würdigung durch eine renommierte Rechtsanwaltskanzlei absehbar", sagt Wolfgang Köhler. "Den Schluss-Stein im Mosaik der Argumente und Fakten lieferte dann die SSB (Elektrischen Bahnen der Stadt Bonn und des Rhein-Sieg-Kreises GmbH) mit der Aussage, dass für sie keine andere Lösung als die Verfüllung in Frage komme. In dieser Deutlichkeit hatte sich die SSB bis dato allerdings nicht dazu eingelassen, obwohl sie Eigentümerin der Unterführung ist. Hätte sie das getan", so Köhler, " hätten wir uns manche Diskussionsrunde und manche Sitzungs-Stunde sparen können." Der Fraktion Aufbruch! ist neben der nun hergestellten Klarheit in der Sache aber noch ein Aspekt ganz wichtig zu betonen: Die von der Gesamtbevölkerung gewählten Mitglieder des Stadtrates haben eine Verantwortung für die gesamte Stadt. Und da wären vier bis - Kostensteigerungen einkalkuliert - sechs Millionen Euro für den Neubau einer Unterführung nicht verantwortbar gewesen. "Die Möglichkeit, in Zukunft vielleicht doch einen ebenerdigen beschrankten Bahnübergang hinzukriegen, sollten wir aber auf keinen Fall aus den Augen verlieren. Wer weiß, wie sich in Hinsicht auf die Sicherheit des Schienenverkehrs die Rechtslage entwickeln wird."

 

Neues vom Seerosenteich

Trostloser Anblick - nur auf den ersten Blick

24.2.2022/ Der erste Eindruck trügt: Der "Seerosenteich" genannte Teich (eigentlich offiziell "Heckweier") an der Straße Am Pleistalwerk gelegen wirkt unbelebt, ist er aber nicht. Man muss nur genau hinschauen. Entenpaare waren den ganzen Winter durch auf dem Teich, jetzt sind die Blässhühner wieder da, ein Eisvogel lässt sich ab und zu blicken, wenn ihm der Pleisbach und der Lauterbach zu viel Trübe mitführen, und es beginnt die Wanderung der Erdkröten zu ihrem Laichgewässer. Und was sich unter der Wasseroberfläche noch so alles tummelt, entzieht sich ja selbst den Augen der geduldigsten Betrachter. Rein unter optischem Aspekt wird alsbald der entscheidende Schritt der Natur folgen, die Begrünung durch das Austreiben der Pflanzen zu Wasser und zu Lande.

eTarif - Testphase beendet

21.2.2022/ Von  2019 bis Ende 2021 wurde im VRS-Gebiet mit dem Pilotprojekt "VRS-eTarif" ein elektronischer Tarif getestet. Rund 12.000 Testkund*innen haben seitdem mehr als 340.000 Fahrten mit dem elektronischen Tarif absolviert und sind mit ihm mehr als 60 Mal um die Erde gereist. Nach erfolgreichem Projektende startete der elektronische Tarif zum 06. Dezember 2021 unter mit dem Namen eezy VRS in den Regelbetrieb.

 

Bus und Bahn nach Luftlinie bezahlen

"Na endlich!" entfuhr es Wolfgang Köhler, als er die Werbeaussage des Verkehrsverbundes Rhein-Sieg las: >>Das neue Einfach. Das neue Flexibel. eezy VRS<<. "Das hat die Fraktion Aufbruch! doch schon in einem Pressegespräch im Jahr 2011 gefordert. Wir sind ja so froh, dass die 'Fallstricke und Absurditäten des VRS-Tarifsystems', wie wir sie im Jahr 2011 genannt hatten. mit dem neuen eezy VRS ein Ende haben, wenn es auch 11 Jahre für die Realisierung unserer Forderung gebraucht hat." Der in Mülldorf wohnende Edmund Heikaus freut sich, dass er für die kurze Fahrt (eine Station) von Sankt Augustin-Mülldorf nach Siegburg jetzt nicht mehr genauso viel bezahlen muss, als wenn er nach Bonn führe. Ja, alles wird einfacher, wenn, ja wenn man ein modernes Smartphone hat, das die entsprechenden Ortungssignale bieten kann, die zur Berechnung des Fahrpreises nötig sind und den entsprechenden Preis dem Kundenkonto belasten können. Was machen die Fahrgäste ohne Smartphone? Na, wie bisher am Ticketautomaten herumfingern. Oder? Na, vielleicht kommt ja noch das Ticket als Chipkarte mit eingebautem NFC-Chip, wodurch Einstiegs- und Ausstiegsort automatisch erfasst und dann abgerechnet werden.

Unguter neuer Politik-Stil in Sankt Augustin

W. Köhler

10.2.2022/ "Ich reibe mir verwundert die Augen und weiß oft nicht, ob ich verächtlich lachen oder betrübt sein soll über die neu sich einschleichende Art, in der Politik miteinander umzugehen", kommentiert Wolfgang Köhler, was sich nach der Kommunalwahl 2020 verändert hat. "Zuerst die handstreichartige Verlagerung der Funktion des ersten Beigeordneten von Rainer Gleß auf Ali Doğan (SPD); dann die Neu-Verteilung der Zuständigkeiten auf die drei Dezernate nach dem Prinzip 'Unangenehmes für Bürgermeister Dr. Leitterstorf und Rainer Gleß - alles, wofür man Lorbeeren einfahren kann für Ali Dogan'. Und jetzt die neueste Masche, den Bürgermeister für alles Mögliche in persönliche Haftung nehmen zu wollen oder sogar ihn zum Rücktritt aufzufordern. Mehr dazu...

Was passiert da mit der Marktplatte?

27.1.2022/ "Das ist doch noch gar nicht so lange her, dass die Marktplatte komplett aufgerissen und neu gepflastert wurde", werden manche Menschen sagen. Aber darauf kann man nur antworten "Falsch. Es ist rund drei Jahrzehnte her." Mannomann, wie die Zeit vergeht! Wer erinnert sich noch an den ursprünglichen Belag aus roten Ziegelsteinen? Die hatten sich im Laufe der Jahre lose gewackelt und bildeten tückische Stolperfallen. Überall musste provisorisch repariert werden - mit Asphalt. Himmel, sah das dann scheckig aus, und täglich gab es neue Stolpersteine. Mehr dazu...

Aufbruch! ruft auf, zu den Stadtwerken Sankt Augustin zu wechseln

20.1.2022/ Vielen Haushalten ist in den letzten Tagen und Wochen eine Kündigung seitens ihres Energie-Versorgers ins Haus geflattert (Zeitungen, Radio und TV berichteten). Die plötzliche Kündigung der Energie-Lieferverträge für Strom und Gas erfolgte in der Regel nicht, weil die Kunden ihre Rechnungen nicht bezahlt hatten. Nein, andersherum: Die Billiganbieter im Energiemarkt hätten ihre Rechnungen an der Strombörse nicht mehr bezahlen können. Die den Kunden vertraglich zugesicherten Billigstpreise deckten die Kosten nicht mehr, die ihnen selbst in Rechnung gestellt wurden. In den betroffenen Haushalten geht deshalb trotzdem nicht das Licht aus, und auch die Gasheizung läuft weiter. Denn in einem solchen Fall fällt jeder betroffene Haushalt automatisch auf die Versorgung durch den sogenannten Grundversorger zurück. Strom und Gas laufen also weiter, nur die Rechnungen kommen vom Grundversorger, den „Stadtwerken Sankt Augustin“. Also warum dann nicht gleich auf "Nummer Sicher" gehen und auch in Zukunft seine Energie über die „Stadtwerke Sankt Augustin“ beziehen?

Bauvorhaben Birlinghoven

GEObasis.NRW

10.1.2022/ In den Straßen Am Otenberg und In der Holle gibt es etwas Neues in Hinsicht auf Bebauung:

Ein Investor hat sein Interesse bekundet, zwischen den beiden Straßen ein Wohnbau-Projekt zu realisieren. Sein Interesse richtet sich auf das baumbestandene Gelände, das sich als grünes Band zwischen In der Holle, Haus-Nummern 4 bis 14 und Am Otenberg Haus-Nummern 5 bis 9 erstreckt. Diesbezüglich ist bei der Stadtverwaltung eine Bau-Voranfrage eingereicht worden. Mehr dazu...

Aufbruch! spendiert der DLRG drei Spezialanzüge für Hochwasser-Einsätze

Spendenübergabe an die DLRG:v.l. V.Heynisch, S.Schmidt, E.Heikaus, F.Bucher, B.Bucher, C.Madden

13.12.2021/ Drei Spezialanzüge für Hochwasser-Strömungsretter spendiert der „Aufbruch! - Freie Wähler“ der DLRG Sankt Augustin der DLRG. Wie das Aufbruch!-Ratsmitglied Edmund Heikaus unlängst erfahren hat, zog sich ein Sankt Augustiner DLRG-Strömungsretter im Rahmen eines Einsatzes beim Ahr-Hochwasser Verätzungen zu. Der Grund dafür: Der von ihm getragene Schutzanzug (Taucheranzug) hielt den aggressiven Stoffen im verunreinigten Wasser nicht stand. Er war dadurch nicht sachgemäß geschützt. Um für zukünftige Rettungseinsätze entsprechend gerüstet zu sein, sollen von der DLRG Sankt Augustin nun drei Schutzanzüge angeschafft werden. Damit können zukünftige die Einsätze verletzungsfrei abgewickelt werden. Die DLRG Ortsgruppe ist ein eingetragener Verein und wird ausschließlich durch Mitgliedsbeiträge und Spenden finanziert. Deshalb kann die DLRG die benötigte Anschaffung nicht stemmen. Der Aufbruch! will aushelfen, indem er die Kosten von allen drei Spezialanzügen übernimmt. Der Aufbruch! generiert seinerseits sein Geld aus Spenden, die aus Mitgliedsbeiträgen sowie aus Spenden seiner Ratsmitglieder und sachkundigen Bürgerinnen und Bürger stammen.

Ärgernis E-Roller

30.11.2021/ Als tägliches Ärgernis erleben viele Menschen in Sankt Augustin die E-Roller. "Warum? Weil sie viel zu oft unsachgemäß abgestellt werden", sagt eine Passantin, "oder sie werden quer über den Bürgersteig oder den Radweg gelegt. Das kann doch nur Absicht sein. Richtig gefährlich ist das." Diese Beobachtungen werden von vielen Menschen in Sankt Augustin gemacht. Die Roller scheinen weniger als ein Transportmittel angesehen zu werden, das für den letzten Kilometer zu nutzen ist, wo kein Bus und keine Bahn hinfährt. Und für manche E-Roller-Nutzer scheinen sie noch nicht einmal ein Jux-Fahrzeug zu sein. Stattdessen lassen die abgelegenen Orte, wo E-Roller abgelegt oder abgestellt werden, eher darauf schließen, dass dieses Verkehrssystem E-Roller sabotiert werden soll. "Anders ist für mich nicht zu erklären", sagt Wolfgang Köhler, " dass E-Roller mitten auf dem Golfplatz oder auf abgelegenen Wanderwegen zu finden sind. Vielleicht spielt sich ja alles noch ein, denn wir sind ja noch in der einjährigen Versuchsphase. Aber wenn es so bleibt wie zur Zeit, dann sollte die Stadt den Vertrag mit den E-Roller-Firmen rasch wieder kündigen." 

Barrierefreie Bushaltestellen: Weiterer Ausbau 

18.11.2021/Ab Montag, 22. November 2021 beginnt der barrierefreie Ausbau weiterer Bushaltestellen in Sankt Augustin, teilt die Stadtverwaltung mit. Den Anfang macht die Haltestelle Meindorf Siedlung in Fahrtrichtung Bonn. Bauzeit: ca. drei Wochen. Man muss aber immer mitdenken „Wenn das Wetter nicht als Spielverderber auftritt.“ Während der dreiwöchigen Bauzeit steht dem Verkehr nur eine Fahrspur zur Verfügung. Deshalb wird das wechselseitige Fahren durch eine Baustellen-Ampel geregelt. Die Haltestelle in der Bahnhofstraße in Fahrtrichtung Bonn ist dabei außer Betrieb. Fahrgäste müssen stattdessen die Haltestellen Meindorf Schule und Menden Bahnhof nutzen.

Im Frühjahr 2022 ist als nächste die Haltestelle Fährstraße in Mülldorf dran. Im weiteren Verlauf des Jahres 2022 folgen Mülldorf Gartenstraße und Schmerbroich.

Der Umbau von nicht-barrierefreien Buahaltestellen zu barrierefreien läuft seit Juli 2021, teilt die Stadtverwaltung ergänzend mit und zitiert in diesem Zusammenhang den Technischen Beigeordneten der Stadt, Rainer Gleß mit den Worten: „Barrierefreiheit ist ein unverzichtbarer Bestandteil der Daseinsvorsorge. Daher freue ich mich sehr, dass wir im Stadtgebiet sukzessive unsere Bushaltestellen barrierefrei umbauen können.“ 

Verkehrswende

6.1.2022/ Die Verkehrswende ist eine Mammutaufgabe. Deshalb ist sie nicht von heute auf morgen zu machen. Wenn diesem Generationen-Projekt Erfolg beschieden sein soll, müssen wir damit bei den Kindern beginnen. Ein sehr guter Schritt in diese Richtung: die Einrichtung des “Walking Bus“ auf Deutsch: Gehender Bus. (In Bayern heißt die Einrichtung schön verständlich “Bus mit Füßen“.) Und was soll das sein? Es ist der sehr lobenswerte Versuch, Grundschüler und Kita-Kinder systematisch die Erfahrung machen zu lassen, dass man tatsächlich auch zu Fuß zur Schule bzw. zur Kita kommen kann und dass das gemeinsame Gehen interessanter sein kann als alleine im “Eltern-Taxi“ chauffiert zu werden.  Für die Walking-Bus-Kinder werden richtige Haltestellen eingerichtet, genau wie für die großen motorisierten Busse. Nur dass an diesen Haltestellen keine Busse nach Fahrplan fahren, sondern (nach ausgeschildertem Geh-Plan) Gruppen von Kindern als Kolonne aufgestellt unter Führung von zwei Erwachsenen sich zu Fuß auf den Weg zur Schule begeben; Bus zu Fuß eben. Dabei ist die Abfahrts- nein, Losgeh-Zeit und der Streckenverlauf genau wie beim motorisierten Bus von Haltestelle zu Haltestelle festgelegt. Das ist ein Beitrag zur Mobilitäts-Wende, der mit einer Gedanken-Wende im Kopf einhergeht.

Aufbruch fordert Erstattung von Elternbeiträgen

25.5.2021/ Eltern, Ratsfraktionen und Stadtverwaltung in Sankt Augustin erwarten eine zeitnahe Regelung zur Erstattung der Elternbeiträge. Die Landesregierung hat bisher nur eine hälftige Übernahme für die Monate Mai und Juni 2021 angeboten. Damit werden Eltern und Kommunen noch nicht in ausreichendem Maße unterstützt. Gemeinsam fordern Eltern, Politik und Verwaltung die Landesregierung auf, schnellstmöglich eine Einigung mit den kommunalen Spitzenverbänden herbeizuführen. Eine entsprechende Regelung ist erforderlich, da die Stadt Sankt Augustin, als Haushaltssicherungskommune, nicht eigenmächtig handeln kann. Mehr dazu auf der Homepage der Stadt Sankt Augustin...

Dachbegrünung

Medizin gegen "Stein- /Beton-Vorgärten"?

12.4.2021/ Am NRW Förderprogramm „Klimaresilienz in Kommunen“ sollen Sankt Augustiner Bürgerinnen und Bürger sowie Unternehmen sich beteiligen. Dazu hat das Umweltbüro der Stadt einen Aufruf gestartet. Private Haus- und Garagendächer sowie die Dächer gewerblich genutzter Gebäude sollen begrünt werden und auf Antrag 50 % der Kosten aus dem Fördertopf des Landes NRW erstattet werden. Das als Beitrag zur Klima-"Resilienz" (= Klima-Widerstandsfähigkeit). "Ein schönes Förderprogramm!", möchte man spontan ausrufen, wenn es nicht von vornherein durch die Umgestaltung von Vorgärten in Steinwüsten schon teilweise konterkariert worden wäre. Mehr dazu...

Quartiersarbeit Ankerstraße: wieder neuer Versuch

1.3.2021/ Dass das Quartier Ankerstraße im Nordwesten Mülldorfs ein immer wieder vergessenes Sorgenkind der Stadt ist, zeigt sich deutlich, wenn man den Namen googelt. Das Ergebnis ist eine offiziell von der Stadt Sankt Augustin verantwortete Internetseite, auf der die aktuellsten Eintragungen aus 2004 stammen. Die Mitte der 70er Jahre realisierte Planung, die eine Mischung aus vermieteten Geschosswohnungen und Eigentumswohnungen in verdichteter Bebauung (bis 13 Stockwerke) beinhaltet, hat sich als problematisch erwiesen. Mehr dazu...

Querungshilfe für die Pleistalstraße gefordert

Antrag an den Mobilitätsausschuss

18.2.2021/ Fast unmöglich, zumindest aber hoch gefährlich ist es für jeden Menschen, die Pleistalstraße aus der Straße Am Rehsprung kommend zur Burg Niederpleis hin überqueren zu wollen. Deshalb fordern die Fraktionen von Aufbruch! und CDU jetzt in einem Antrag an den Mobilitätsausschuss, an dieser Stelle etwas für die Sicherheit von Fußgängern, Joggern, Familien mit Kinderwagen und Menschen mit eingeschränkter Mobilität zu tun.Mehr dazu... 

 

Digitalisierung braucht Zeit, die sie nicht hat

11.2.2021/ Die epidemische Lage hat an vielen Stellen den Finger in die Wunden der staatlichen Organisation gelegt - bis hinunter auf die kommunale Ebene. Obwohl seit Jahren abzusehen, bedurfte es eines Antrages der Fraktion Aufbruch! aus dem November 2018 ("Masterplan Digitalisierung"), um der Digitalisierung etwas mehr Schub zu verleihen. Wie übrigens fast alle Kommunen und andere Ebenen der staatlichen Verwaltung hinkt Sankt Augustin, um Jahre hinter dem Bedarf her. Mehr dazu...

Mehr Wohnungen für den Wohnungsmarkt: Bessere Instrumente für die Kommunen

20.11.2020/ Tatsache ist, dass es in vielen Städten und Gemeinden einen Mangel an Wohnungen gibt, speziell an preisgünstigen Mietwohnungen. So auch in Sankt Augustin. Deshalb begrüßt der Aufbruch! das Gesetzesvorhaben des Bundes, mit dem bessere Instrumente für die Beseitigung des Mangels bereitgestellt werden sollen. Zwar gibt das existierenden Recht den Kommunen schon ein Instrument in die Hand, mit dem sie für brach liegende Grundstücke eine Bauverpflichtung aussprechen können (Baugesetzbuch § 176); aber diese Möglichkeit gibt es nur für solche Bereiche, für die ein rechtskräftiger Bebauungsplan existiert. Große Teile des Stadtgebietes sind aber ohne B-Plan; für dort liegende freie Grundstücke kann eine Bauverpflichtung nicht ausgesprochen werden.

Das anstehende Bundesgesetz soll den “Instrumentenkasten“ der Städte und Gemeinden verbessern:

- Die Bauverpflichtung soll leichter angewendet werden können.

- Mietwohnungen sollen nicht mehr so einfach in Eigentumswohnungen

 umgewandelt werden dürfen.

- Das Vorkaufsrecht der Kommunen soll erweitert werden.

Der Städte- und Gemeindebund NRW fordert zudem, dass bei Ausübung des Vorkaufsrechts immer der Verkehrswert zugrunde gelegt werden muss. Alle Maßnahmen zusammennehmend kann die Kommune wirksam etwas für die Deckung des Wohnungsbedarfes tun und ganz nebenbei die Mietpreise etwas deckeln. Die drei Instrumente könnten noch durch eine Zweckentfremdungssatzung ergänzt werden. Diese könnte es schwerer machen, durch Kurzzeit-Vermietungen – etwa über AirBnb - dem Wohnungsmarkt den Wohnraum zu entziehen, der eigentlich für dauerhaftes Wohnen geeignet ist.

Was soll ein Mobilstationen-Netz leisten?

Mobil-Station an der Haltestelle Mitte

4.6.2020/ Mobilität und Verkehr waren und sind Schlüsselbegriffe unserer Zeit. In der kritischsten Phase der CoV-2 Pandemie war das gut zu beobachten: Der Verkehr auf Straße und Schiene nahm ab, der Datenverkehr nahm zu. Der Lärm nahm ab, die Luft wurde sauberer. Jetzt ist auf Straße und Schiene wieder fast "Normal"-Zustand erreicht, also laut, belastete Luft und Stau. iese Entwicklungen sind Anlass genug die Mobilität auf Straße und Schiene einerseits und die digitalen Möglichkeiten (Datenverkehr, siehe Home-Office) zu überdenken. Mehr dazu...

Zeit der Solidarität und tätigen Hilfe

Von Wolfgang Köhler

24.3.2020/ Über die Zunahme von Egoismus, Rücksichtslosigkeit, Ungeduld bis hin zu Wut und Hass haben sich in den letzten Jahren die Menschen vermehrt - und zu Recht - beschwert. Jetzt, in der schlimmsten Krise, an die ich mich mit meinem fortgeschrittenen Alter erinnern kann, sehe ich / sehen wir, dass wir als Gesellschaft zu anderem Fühlen und Verhalten befähigt und bereit sind. Mehr dazu...

Bürger-Beteiligung

Eine systematische Betrachtung

23.3.2020/ Es geschieht in den Städten und Gemeinden immer häufiger, dass Bürger*innen gegen Verwaltungsakte oder Ratsentscheidungen aufbegehren und eine Änderung herbeiführen wollen. Oft genug werden sie enttäuscht, weil ihre Intervention nicht zum gewünschten Erfolg führt. Das liegt manchmal daran, dass sie den Hebel an der falschen Stelle angesetzt haben, den formal falschen Weg wählen oder einfach zu spät dran sind. Manchmal begehren sie auch gegen etwas auf, an dem weder Rat noch Verwaltung etwas ändern können, weil es schlicht und ergreifend nach Gesetzeslage so geschehen muss. Mehr dazu...

VRS-Fahrpreise “nach Luftlinie“

Vom Aufbruch! schon 2011 gefordert

Schon Anfang des Jahres 2011 hat der Aufbruch! in einem Pressegespräch zu den “Fallstricken und Mogelpackungen“ des VRS-Tarifsystems auf die einzig richtige Lösung hingewiesen: der Fahrpreis muss nach Entfernung berechnet werden. Jetzt soll dieses Verfahren probeweise eingeführt werden. Mehr dazu...

Chancen nutzen/ von W. Köhler

Bürgerinnen und Bürger zu Stadtplanern machen

W. Köhler

Erklärte Absicht des Stadtrates ist, etwas zur Belebung der Mitte von Buisdorf zu tun, und viele Buisdorfer wollen das auch. Die Frage ist, wie man das anpackt. Der normale Planungsprozess läuft so: Der Stadtrat fasst einen Beschluss, dass die Stadtverwaltung einen Plan machen soll. Daran schließt sich meistens die Beauftragung eines oder mehrerer Planungsbüros an, Pläne zu entwickeln. Oder es wird ein Planungswettbewerb ausgelobt. Die erarbeiteten Pläne werden im zuständigen Ausschuss der Stadt diskutiert, eventuell nochmal verändert und dann den Bürgervorgestellt und mit ihnen diskutiert. Die Ideen der Bürger werden dann eingearbeitet oder auch nicht. Und fertig ist der Plan. Fazit: Die Bürger haben das Empfinden, eigentlich fertige Planungen nur noch abnicken zu dürfen, weil grundsätzliche Richtungsänderungen nicht mehr möglich sind. Warum nicht Planung mit den Bürger von Anfang an? Ja, warum eigentlich nicht? Rufen wir doch einfach 20 oder 30 engagierte Buisdorfer zu einem Planungsworkshop zusammen, in dem ohne Denkverbote drauflos phantasiert und "geplant" werden kann, ohne dass Verwaltung und Politik ihnen dreinreden. Die Realitätstauglichkeit kann dann später von den Fachleuten beurteilt  und aus fachlicher Sicht notwendige Anpassungen können dann vorgenommen werden. Das wäre mal Planung auf die Füße gestellt.